Das Landhaus an der Spree liegt idyllisch in der Landschaft und ist Teil eines größeren Ensembles eines ehemalig landwirtschaftlich genutzten Hofs. Das ursprüngliche Feldsteinhaus wurde im Laufe der Zeit in Klinkerbauweise ergänzt, sodass die historischen Schichten außenablesbar bleiben und dem Gebäude den besonderen Charme gewachsener Architektur verleihen. Ziel der Sanierung ist es, während eines sensiblen Ausbau des Dachstuhls den rustikalen Charakter der ehemaligen Scheune zu bewahren und die konstruktive Substanz behutsam zu ertüchtigen.
Der historische Dachstuhl wurde konstruktiv gesichert und ein Holzschutzgutachten erstellt. Eine Borbelastung der obersten Schicht der Balken werden ersetzt, gehobelt oder versiegelt, wobei die historische Substanz weitestgehend erhalten bleibt. Durch die Dämmung des Dachgeschosses entsteht zusätzlicher Wohnraum, während die Symbiose aus alten und neuen Balken sichtbar bleiben. Das Haus wird mit einer neuen Dachgestaltung versehen: Eine lange Schleppgaube ersetzt die bestehende, während eine weitere harmonisch aus dem Bestand entwickelt wird. Im Rahmen der Sanierung soll, wenn möglich, auf die Wiederverwendung der vorhandenen Dachziegel gesetzt werden.
Im Innenraum entsteht durch einen neuen Luftraum eine offene Verbindung zwischen den beiden Geschossen. Die dafür zurückgebauten Balken werden alle an anderer Stelle wiederverwendet, wo die Balkenlage ersetzt werden muss. Zurückhaltende Einbaumöbel komplementieren die Charakter einzelner Räume. Holzoberflächen lassen die Atmosphäre des ländlichen Idylls im Innenraum spürbar werden.
Das Gebäude entwickelt sich im Wechselspiel aus der umgebenden Landschaft. Alle verschlossene Öffnungen werden wieder geöffnet und zusätzliche neu gesetzt, um Ausblicke in die umgebende Landschaft, Licht und Atmosphärisch zu inszenieren. Diese sind bewusst gesetzt, um Licht, Aussicht und Atmosphäre zu inszenieren, wie etwa der Kamin vor dem Fenster mit Blick auf die Spree. So verbindet das Landhaus die Authentizität des Bestandes mit zeitgemäßer Wohnlichkeit in einer harmonischen Komposition aus Alt und Neu.