In Berlin-Britz entsteht ein neues Wohnensemble mit 77 Wohnungen, von denen ein Großteil als förderfähiger Wohnraum geplant wird. Damit schafft das Projekt bezahlbare Wohnungen für unterschiedliche Lebensentwürfe und wird so zu einem lebendigen Ort für ein vielfältigesMiteinander im Viertel.
Das städtebauliche Konzept antwortet auf den Ort: Es nimmt die Maßstäblichkeit der gegenüberliegenden Zeilenbebauung auf. Die Setzung der Baukörper vermittelt zwischen dem bestehenden Hochhaus und den umliegenden Wohngebäuden. Die Zeilen stehen im Grünraum, der sich großzügig durch das gesamte Grundstück zieht und unterschiedliche Qualitäten vereint: An der Blaschkoallee empfängt eine belebte Eingangszone mit. versickerungsfähigen Belägen und Baumpflanzungen die Bewohnerinnen und Bewohner.
Im Süden bleibt der gewachsene Grünraum mit seinen Bestandsbäumen weitgehend erhalten und wird durch Spielinseln und naturnahe Strukturen ergänzt. Ein Hochstaudensaum aus blütenreichen Gehölzen und Stauden bildet eine ökologische Pufferzone zwischen privaten und gemeinschaftlichen Bereichen.
Auf dem Gewerbesockel entsteht ein lärmgeschützter, halböffentlicher Dachgarten mit Spielangeboten, Terrassen für die angrenzenden Erdgeschosswohnungen und vertikaler Begrünung. Das Zusammenspiel aus unversiegelten Flächen, Dachbegrünung und Bestandsvegetation steigert den Biotopflächenfaktor auf 0,6 und setzt das Prinzip der Schwammstadt konsequent um. Räume für beiläufige Begegnung im Grünen stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit im dichten Stadtquartier.
Der Wohnungsmix reicht von kompakten Einzimmerwohnungen bis zu familiengerechten Grundrissen, alle barrierefrei. zugänglich. Balkone, Terrassen und gemeinschaftliche Freiflächen erweitern den Wohnraum nach außen und verbinden privates mit gemeinschaftlichem Leben.
Die Gebäude sind überwiegend als Holzkonstruktionen geplant und extensiv begrünte Dächer fördern die Biodiversität, Photovoltaikanlagen tragen zur Energiegewinnung bei. Die Fassadengestaltung setzt konsequent auf ReUse-Materialien - Ressourcenschonung als gestalterisches Prinzip.
Im Erdgeschoss entstehen gewerbliche Flächen, die das Quartier sinnvoll ergänzen und den Straßenraum beleben. Gemeinschaftsräume und Fahrradstellplätze funktionieren als Katalysatoren für ein nachbarschaftlich geprägtes Wohnumfeld.
Das Ensemble vereint ökologisches Bauen mit sozialer Qualität und schafft neuen Wohnraum für Berlin und einen lebendigen Ort für die unmittelbare Nachbarschaft.